Lebenszeichen des entführten P. Mourad

Veröffentlicht in: Christenverfolgung | 0

Die Gerüchte über die Freilassung des am vergangenen 21. Mai von Unbekannten verschleppten Pfarrer Jacques Mourad, der bis zu seiner Entführung das Kloster Mar Elian leitete und die Gemeinde Qaryatayn betreute, wurden bisher nicht bestätigt. Erste Indiskretionen wurden von dem christlichen libanesischen Fernsehsender Noursat TV verbreitet, der ein kurzes Video veröffentlichte, das Pfarrer Murad zeigt, der seinen guten körperlichen und mentalen Zustand bestätigt. Das Video enthält jedoch keine genauen Angaben über das Datum der Aufnahme. Beobachter aus Kreisen der syrisch-katholischen Homs, dass neben dem Video auch ein Schreiben veröffentlicht wurde, das Pfarrer Jacques geschrieben haben soll, in dem der Prior seine Priester und die Mitglieder der Kloster Gemeinschaft auffordert, das Kloster Mar Musa zu verlassen, weil die Situation in der Region zu gefährlich ist. Niemand ist jedoch in der Lage die Echtheit des Schreibens zu bestätigen. Es wird auch nich t ausgeschlossen, dass das Video von den Entführern selbst veröffentlicht wurde, um eventuelle Verhandlungen über die Freilassung des Priesters zu beeinflussen.

mourad

Bewaffnete Entführer verschleppten Pater Jaques am vergangenen 21. Mai aus dem Kloster Mar Elian. Mit ihm wurde auch der Diakon Boutros Hanna entführt. Am 21. August wurde ein Video über die Zestörung des Klosters durch den Islamischen Staat veröffentlicht. Das syrisch-katholische Kloster aus dem V. Jahrhundert am Stadtrand von Quaryatayn schloss sich in den Vergangenen Jahren der Gemeinschaft Deir Mar Musa al Habashi an, die von dem italienischen Jesuitenpater Paolo Dall’Oglio gegründet wurde, der bereits am 29. Juli 2013 in Raqqa entführt wurden war. Vor seiner Entführung hatte P. Jacques Murad zahlreiche Flüchtlinge aus der Umgebung in seinem Kloster aufgenommen, die er dort auch mit Hilfe muslimischer Wohltäter versorgte.

 

(Quelle: Fidesdienst)