Pakistan: Neuer Fall

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(Radio Vatikan) Eine muslimische Frau in Pakistan, die zum Christentum konvertiert ist, wurde schwer verletzt. Ihr Mann getötet. Das berichtet der römische Nachrichtendienst Asianews. Traurig an der Geschichte: die Frau musste mit ansehen, wie ihr Ehemann brutal niedergestochen wurde. Solche Fälle seien in dem mehrheitlich muslimischen Land weit verbreitet, sagt im Gespräch mit Radio Vatikan der Leiter von Asianews, Pater Bernardo Cervellera.

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„Ich habe oft in den islamisch geprägten Ländern Asiens diese Einstellung vorgefunden: Da werden schlicht und einfach keine Konversionen zu anderen Religionen akzeptiert. Das Schlimme daran ist, dass die größte Gefahr von Gewalt von den eigenen Familienangehörigen ausgeht. Für muslimische Eltern ist es dann unerträglich, dass die eigene Tochter zum Christentum konvertiert.“

Dies sei jedoch in Pakistan besonders schlimm geworden, so Pater Cervellera. Es passe jedoch nicht zur Gründungsgeschichte des Landes, fügt er an.

„Pakistan ist eigentlich als ein Staat gegründet worden, der sich der Religionsfreiheit verschrieben hatte. Das Recht auf Religionsbekehrung war damals gesichert. Leider hat sich diese Einstellung in den vergangenen Jahrzehnten komplett verändert. Die islamischen Fundamentalisten wurden immer stärker und auch ihre Ideen wurden immer mehr zum Normalfall. Es handelt sich um eine Mentalität, in der sogar die Tötung innerhalb der eigenen Familie gutgeheißen wird. Es ist also mehr als wahrscheinlich, dass die Täter der jungen Frau niemals vor dem Gericht erscheinen werden.“