Tagesheilige – 4. November

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Hl. Karl Borromäus
Kardinal – Geboren: 2. Oktober 1538 in Arona, Italien – Gestorben: 3. November 1584 in Mailand, Italien.
Patron des Bistums Lugano; der Universität Salzburg; vom „Borromäusverein“; der Seelsorger; der Seminare; der Borromäerinnen; gegen die Pest
„Karl wird große Dinge tun und einst in der Kirche glänzen wie ein Stern!“ Diese Worte rief 1559 ein Professor der Universität Pavia aus, als einer der gelehrtesten und außergewöhnlichsten Studenten mit erst 21 Jahren sein Doktorexamen mit höchster Auszeichnung bestand: Karl Borromäus. Der weise Lehrer sollte nicht nur recht behalten, seine Prophezeiung traf weitaus rascher ein, als er es geahnt hatte, als es überhaupt jemand erwarten konnte. Carlo Borromeo, wie sein Name im Italienischen lautet, sollte eine der ganz großen Persönlichkeiten der Kirchengeschichte werden. Der Name des Erzbischofs und Kardinal ist bis zum heutigen Tag lebendig geblieben, nicht zuletzt durch den „Borromäusverein“, der sich die Verbreitung religiöser Literatur zu Aufgabe gemacht hat.
Ludwig Freiherr von Pastor, sagte: „So steht der Kardinal von Mailand in der Stählernen Folgerichtigkeit seines Wesens vor den Augen der Mit- und Nachwelt als einer der Großen, die alles darangaben, um alles zu finden, die auf die Welt verzichten und dann gerade durch ihren Verzicht eine unermessliche Wirksamkeit auf die Welt sich eröffneten. Abgesehen von dem Stifter des Jesuitenordens hat keine Persönlichkeit die katholische Wiedergeburt so tief und nachhaltig beeinflusst wie Carlo Borromeo. Wie seine riesengroße Statue bei Arona gleich einem segnenden Apostel hinabschaut auf die Gefilde eines der schönsten Landstriche Italiens, so geht von seiner überragenden Geistesgröße noch heute eine Flut von Segen aus.“
Wer im Dienste Gottes voranschreiten will, muss jeden Tag mit neuem Eifer
anfangen, sich soviel wie möglich in Gottes Gegenwart behaupten und sich
bei allen Handlungen kein anderes Ziel vornehmen als Gottes Ehre!“
(Hl. Karl Borromäus)
Hl. Vitalis und Agricola
Märtyrer – Geboren: 3. Jh. in Italien – Gestorben: um 300 in Bologna(?), Italien
Eine der interessantesten Kirchen Bolognas, die aus mehreren einzelnen Gotteshäusern entstandene Kirche S. Stefano, birgt die Grabstätten der Märtyrer Vitalis und Agricola. Die Gräber befinden sich in der rechten und der linken Seitenapsis der Teilkirche Ss. Vitale e Agricola. Hinter dem Hochaltar stehen zwei antike Sarkophage, die möglicherweise den Märtyrern zugeordnet werden können. Wann Vitalis und Agricola, möglicherweise Adliger und Diener, den Martertod erlitten haben, kann nicht genau festgelegt werden. Eine der zahlreichen Legenden legt das Martyrium in die Zeit von Kaiser Diokletian (um 300). Sicher ist aber, dass der Mailänder Bischof Ambrosius um das Jahr 380 die Gebeine der Märtyrer feierlich erhob und sich die Verehrung für beide bald in zahlreichen Ländern außerhalb Italiens ausbreitete.
Die Kirche Ss. Vitale e Agricola in Bologna stammt in ihrer Urform bereits aus dem 5. Jh. Auch in Ravenna gab es schon um 6. Jh. ein Gotteshaus, das Vitalis geweiht war: die berühmte Basilika S. Vitale, die bis heute zu den schönsten und außergewöhnlichsten Kirchenbauten Italiens gehört. Die Kirche war der erste Zentralkuppelbau des ganzen Abendlandes und wurde zum Vorbild für die Palastkapelle von Karl dem Großen in Aachen.
Darstellung: Auf Abbildungen sind die Märtyrer Vitalis und Agricola manchmal als Edelmänner, häufig aber auch in Tunikakleidung dargestellt. Auf einem Glasfenster (15. Jh.) in der Kirche S. Petronio in Bologna hält Vitalis ein Schwert und eine Palme, Agricola ein Beil.
Quelle: Heilige und Namenspatrone im Jahreslauf – Scauber-Schindler – Pattloch-Verlag

 

 

 

Die Wundertätige Medaille