Prior des Klosters Mar Elian verschleppt

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Der Prior des syrischen Klosters Mar Elian, Jacques Murad, ist diese Woche von zwei bewaffneten Männern, vermutlich IS-Terroristen, verschleppt worden.

Laut Angaben der vatikanischen Nachrichtenagentur „Fidesdienst“ ist der Ordensmann, der der syrisch-katholischen Kirche angehört, einigen Quellen zufolge bereits am Montag, anderen zufolge hingegen erst am Donnerstag entführt worden. Der Vorfall wurde von der syrisch-katholischen Erzdiözese Homs bestätigt. Angaben über eine gleichzeitige Entführung des Diakons Boutros Hanna sind hingegen noch unsicher.

Das Kloster Mar Elian befindet sich am Stadtrand von Quaryatayn und ist eine Zweigstelle des Klosters Deir Mar Musa al Habashi, das vom italienischen Jesuitenpater Paolo Dall’Oglio gegründet wurde. Oglio wurde am 29. Juli 2013 im seit langem vom Islamischen Staat gehaltenen Rakka verschleppt. Pater Murad betreut außer seinem Kloster auch die 60 Kilometer südlich von Homs gelegene Gemeinde Qaryatayn. Bei seiner nunmehrigen Entführung soll er von den Tätern gezwungen worden sein, sich an das Steuer seines Autos zu setzen um dann zu einem noch unbekannten Ziel zu fahren.

Seit Ausbruch des Konflikts wurde Qaryatayn mehrmals von syrischen Rebellen erobert und von der syrischen Armee bombardiert. Murad war zusammen mit einem sunnitischen Anwalt als Mittler tätig geworden und konnte durch Verhandlungen erreichen, dass die Stadt mit ihren 35.000 Einwohnern lange Zeit von Gefechten verschont blieb. Im Kloster Mar Elian sind hunderte Flüchtlinge untergebracht, darunter auch viele Kinder. Pater Jacques versuchte das Überleben der Flüchtlinge zu sichern, wobei er auch von muslimischen Wohltätern unterstützt worden war.

 

(Quelle: Kathpress)